Corona-bedingte Pause wird beendet

„10 Jahre – 10 Tage“: Oldenburger Inklusionswoche startet ins Jubiläumsjahr

Nach der (Corona-bedingten) Absage im vergangenen Jahr ist das „Aktionsbündnis 5. Mai“ in diesem Jahr entschlossen und zuversichtlich: Die 10. Oldenburger Inklusionswoche vom 3. bis 12. Mai 2021 wird stattfinden.

Menschen mit Behinderung trifft die Corona-Krise besonders hart. Auch deshalb sind die Ziele im Rückblick auf zehn Jahre Inklusionswoche Oldenburg nach wie vor aktuell und zukunftsweisend: Inklusion sichtbar machen, Begegnungen ermöglichen, auf Barrieren, auch im Kopf, hinweisen und Anregungen geben für ein besseres Miteinander in unserer Stadt.

Die Vorbereitungen der beteiligten Selbsthilfegruppen, Vereine, Institutionen und Einzelpersonen haben begonnen. Sie planen unter dem Motto „10 Jahre – 10 Tage“ ein informatives, buntes und vielseitiges Programm rund um den 5. Mai, den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung ». Kreativität ist gefragt in einer Zeit, in der Veranstaltungen mit großem Publikum weit entfernt zu sein scheinen. „Wir planen mehrgleisig, analog und digital. Es wird einige Überraschungen geben“, sagt Bettina Heeren vom Autismus-Therapiezentrum.

Im Mittelpunkt der Oldenburger Inklusionswoche stehen dabei Menschen, die sonst eher an den Rand der Gesellschaft gedrängt sind.

breite Beteiligung

Das Oldenburger Aktionsbündnis 5. Mai

Rund um den Europäischen Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai organisiert auch ein breites Oldenburger Bündnis von Betroffenen, Selbsthilfevereinigungen, Institutionen und Verbänden seit 2012 vielfältige Informationsveranstaltungen und interessante Aktionen.

Das (offene) Aktionsbündnis 5. Mai trifft sich (digital) jeden 2. Dienstag im Monat von 16.30 Uhr bis 18 Uhr, um alle Angelegenheiten rund um die Oldenburger Inklusionswoche zu organisieren. Hierzu wurden Arbeitsgruppen gebildet zu unter anderem den folgenden Themen:

  • Veranstaltungen
  • Finanzen
  • Öffentlichkeitsarbeit

Mehr Informationen zur Oldenburger Inklusionswoche und zum Aktionsbündnis erhalten Sie bei Lena Haddenhorst, Telefon: 0441 235-3055 oder unter inklusion(at)stadt-oldenburg.de.

Weitere Ideen für das Programm sind willkommen. Interessierte, die sich mit eigenen Beiträgen und Ideen am Veranstaltungsprogramm beteiligen möchten, können sich bis Ende Februar per E-Mail melden bei der entsprechenden Arbeitsgruppe unter ab5m-veranstaltung(at)posteo.de.

Selbstverständnis des Oldenburger Aktionsbündnis 5. Mai

Das Aktionsbündnis 5. Mai versteht sich wie folgt:

  • Als Teil des gesamten Inklusionsprozesses in der Stadt Oldenburg.
  • Anlass: Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung (5. Mai).
  • Fokus: die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention - Vision „Teilhabe für alle“.
  • Wir informieren, fördern Auseinandersetzungen und schaffen Öffentlichkeit.
  • Dabei verstehen wir Vielfalt als Reichtum.

Hintergrund

Der Europäische Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

„Seit 24 Jahren veranstalten Verbände und Organisationen der Behindertenhilfe und -selbsthilfe rund um den 5. Mai überall in Deutschland Podiumsdiskussionen, Informationsgespräche, Demonstrationen und andere Aktionen. Dabei geht es darum, die Kluft zwischen dem im Grundgesetz verankerten Anspruch der Gleichberechtigung für alle Menschen und der Lebenswirklichkeit Stück für Stück zu überwinden“, schreibt die Aktion Mensch » zum Hintergrund des Protesttages auf ihrer Homepage. Es ginge hierbei darum, Engagement zu bündeln um Aufmerksamkeit zu gewinnen.

Motto von Aktion Mensch für 2021: „Deine Stimme für Inklusion – mach mit!“

Auf Initiative des Vereins Selbstbestimmt Leben, einer Interessenvertretung von Menschen mit Behinderung, entstand 1992 der Protesttag - zunächst im kleinen Kreis. Die Aktion Mensch »  bündelt mittlerweile die bundesweiten Bemühungen und vergibt jährlich ein übergreifendes Motto, unter das die Organisationen und Verbände ihre Veranstaltungen stellen können. Es geht dabei immer um eine Gesellschaft für alle und um die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ».