20 Prozent der positiven Fälle werden ab sofort untersucht

Corona-Mutationen: Stadt will mehr Klarheit

Die Stadt Oldenburg will mehr Erkenntnisse darüber erlangen, wie verbreitet die bereits in Deutschland nachgewiesenen Mutationen des Corona-Virus in Oldenburg sind. Erreicht werden soll das über eine stichprobenartige Überprüfung mittels Gen-Sequenzierungen positiver Tests von Oldenburger Bürgerinnen und Bürgern über die Zahl der in der Testverordnung empfohlenen Testfälle hinaus. Mit dieser Sequenzierung kann eine verlässliche Aussage zu Mutanten gemacht werden.

„Konkret werden ab sofort 20 Prozent der positiven Fälle, von Menschen die in Oldenburg wohnen, in den Oldenburger Krankenhäusern untersucht“, so Oberbürgermeister Jürgen Krogmann am Dienstag, 16. Februar 2021. Zusätzlich werden in den Kliniken alle positiven Fälle, also auch die aus den umliegenden Landkreisen, getestet, die Hinweise auf eine Mutation geben können.

Enge Zusammenarbeit mit Virologe des Klinikums

Da die Ergebnisse jedoch erst nach einigen Tagen vorliegen, bringen die Untersuchungen fast ausschließlich Erkenntnisse über die Verbreitung der Mutationen und sind weniger geeignet, die Eindämmung der Pandemie zu unterstützen. „Dennoch ist es von großer Bedeutung eine Einschätzung zu bekommen, wie verbreitet die Virus-Mutationen bereits sind“, sagt der Leiter des Oldenburger Gesundheitsamtes, Dr. Holger Petermann.

Bei der Auswertung der Ergebnisse arbeitet das Gesundheitsamt der Stadt eng mit dem Virologen Prof. Axel Hamprecht vom Klinikum Oldenburg zusammen. Prof. Hamprecht ist Direktor des Instituts für Mikrobiologie und Virologie am Klinikum Oldenburg.