FAQ Modellprojekt

„Gemeinsam sicher öffnen“: Fragen und Antworten zur Modellkommune

Auf dieser Seite finden Sie Fragen und Antworten zum Modellprojekt für die Zeit nach der „dritten Corona-Welle“. Das Modellvorhaben soll eine Perspektive geben, um wieder Leben in die Innenstadt zu bekommen – vorbehaltlich der Entscheidung des Landes Niedersachsen darüber, ob Oldenburg eine Modellkommune wird.

Die Stadt Oldenburg hat sich für ein Modellvorhaben im Land Niedersachsen beworben. Unter dem Motto „Gemeinsam sicher öffnen” sollen Lockerungsschritte des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens und deren Einfluss auf das Infektionsgeschehen identifiziert werden. Es sollen wissenschaftlich belastbare Aussagen getroffen werden, ob und wie sich diese Lockerungen unter den Voraussetzungen des gezielten Einsatzes von Testkonzepten, digitaler Kontaktnachverfolgung und strikter Einhaltung der allgemeinen Corona-Regelungen auf das tatsächliche Infektionsgeschehen vor Ort auswirken.

Analysiert und betrachtet werden außerdem gesellschaftliche Auswirkungen und Akzeptanz. Die im Modellvorhaben erhobenen Daten (Testkonzept, Service-Stellen, Kontaktnachverfolgung, Organisation, Kontrollen, Zusammenarbeit, Akzeptanz und weitere) werden statistisch aufgearbeitet und veröffentlicht. Ebenfalls soll über die Abschlussdokumentation und das erfolgreiche Modellvorhaben eine Art Blaupause für andere Städte und Regionen entwickelt werden. Auch die Übertragbarkeit auf Stadtteile und Einkaufszentren wird dabei berücksichtigt. Das Modellvorhaben ist eine weitere gemeinsame Kraftanstrengung, die aber mögliche Perspektiven aufzeigt, wie wieder Leben in unsere Stadt zurückkommen kann.

Allgemeine Fragen

Wann startet das Modellvorhaben?

Angesichts der geplanten bundeseinheitlichen Regelungen im neuen Infektionsschutzgesetz haben sich die Landesregierung und die kommunalen Spitzenverbände am Sonntag, 11. April 2021, darauf verständigt, mit dem Start zu warten. Der Beginn des Modellprojekts in Oldenburg wird daher bis zur Klärung der gesetzlichen Rahmenbedingungen verschoben.

Warum hat sich die Stadt beworben?

Wir sind fest davon überzeugt, dass es Wege und Ideen aus der Krise braucht. So verstehen wir das Modellvorhaben auch: Es soll kein unüberlegtes Öffnen geben – keinen Aktionismus, sondern überlegte Schritte. Die gesammelten Erfahrungen sollen uns in Oldenburg eine Perspektive geben, wie wir in den nächsten Monaten wieder ein Stück Leben zurück in unseren Alltag holen können, ohne die Gesundheit und das Leben von vielen Menschen zu riskieren.

Wo wird das Vorhaben durchgeführt?

Der Modellversuch wird in der Fußgängerzone inklusive der Heiligengeiststraße und dem Staatstheater durchgeführt werden. Die genaue Abgrenzung erfolgt mit der Allgemeinverfügung.

Der Wochenmarkt am Rathausmarkt wird kein Bestandteil des Modellversuchs sein. Der Besuch wird weiterhin unter den bisherigen Bedingungen möglich sein.

Ist im Moment nicht der falsche Zeitpunkt für ein Modellvorhaben?

Für die Bewerbung und Konzeptentwicklung können wir dies klar mit „Nein“ beantworten. Lediglich die aktuelle Infektionslage ist sorgfältig zu betrachten und abzuwägen. Erst, wenn wir auch hier die notwendige Sicherheit haben, wird das Modellvorhaben starten.

Wann wird das Modellvorhaben beendet?

Die aktuelle Verordnung begrenzt die Vorhaben auf drei Wochen. Falls die Modellvorhaben einen guten Verlauf nehmen, dienen sie aus unserer Sicht dazu, weitere Öffnungsperspektiven zu bieten. Das Modellvorhaben muss nach Landesverordnung aber auch beendet werden, wenn die Inzidenz über einen Wert von 200 steigt. Wir werden zusätzlich eigene Maßstäbe definieren, die vorsichtiger sind und mehrere Parameter beinhalten.

Was heißt wissenschaftliche Begleitung?

Mit der wissenschaftlichen Begleitung sollen fundierte Bewertungen möglich sein, ob die Maßnahmen des Modellvorhabens geeignet sind, Öffnungen fortzuführen. Zum einen wird dies medizinisch-epidemiologisch betrachtet, zum anderen sozialwissenschaftlich. So sollen Erkenntnisse zur Verbreitung von Infektionen, aber auch zur Akzeptanz von Maßnahmen untersucht werden.

Was ist mit der Maskenpflicht?

Während des Modellvorhabens wird es eine Pflicht zum Tragen medizinischer Masken im gesamten Modellgebiet geben.

Wer kann an dem Modellvorhaben teilnehmen?

Im Modellvorhaben wird die Öffnung von

  • Einzelhandel, Dienstleistung, Fitnessstudios und EMS-Studios,
  • Gastronomie (nur außen) und
  • kulturellen Angeboten

möglich sein, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind und sich die Betriebe im Gebiet des Modellvorhabens befinden. Details dazu werden individuell bekannt gegeben.

Für Unternehmen

Bin ich verpflichtet mit meinem Betrieb am City-Pass-System teilzunehmen?

Nein, die Teilnahme ist freiwillig. Jedes Unternehmen kann vor Beginn des Modellvorhabens entscheiden, ob es sich beteiligt.

Wie kann ich mich als Unternehmen anmelden?

Bitte nutzen Sie unser Kontaktformular » um Interesse zu bekunden. Sie werden im Anschluss Hinweise zum weiteren Verfahren erhalten und die Möglichkeit bekommen, sich final anzumelden. Die Interessenbekundung stellt noch keine endgültige Anmeldung dar.

Was kann ich schon vorbereiten?

Sie können sich als Betreiber kostenlos bei der luca App » registrieren und Ihren Betrieb mit entsprechenden QR-Codes ausstatten.

Müssen meine Beschäftigten getestet werden?

Ja, die Landesverordnung schreibt vor, dass sich alle Beschäftigten jeweils vor Arbeitsbeginn testen lassen. Ein von den Beschäftigten durchgeführter Selbsttest ist für das Modellvorhaben nicht zulässig.

Wer bezahlt die Tests?

Das ist Aufgabe der Betriebe, die am Modellvorhaben teilnehmen wollen, sofern die Beschäftigten nicht durch einen privat durchgeführten (kostenlosen) Bürgertest nachweisen können, dass keine Infektion vorliegt.

Hinweis: Die Bürgertests können in der Tat auch täglich gemacht werden. Die Bundesverordnung spricht von „mindestens einmal pro Woche“. Eine Grenze nach oben gibt es nicht. Die Gültigkeit von Tests wird derzeit noch geklärt.

Kann ich weiterhin click & meet anbieten?

Nein, beide Systeme funktionieren nicht parallel.

Jedes Unternehmen kann vor Beginn des Modellvorhabens entscheiden, ob es sich beteiligt oder sich weiterhin an den Regelungen der Landesverordnung orientiert (click & meet und/oder click & collect). Es ist nicht vorgesehen, dass Unternehmen beide Systeme (also zum Beispiel click & meet und City-Pass) parallel anbieten oder später hinzustoßen.

Kann ich weiterhin click & collect anbieten?

Sofern die Ware wirklich vor dem Gebäude übergeben wird, können beide Systeme parallel laufen.

Kann ich auch nach Beginn des Modellvorhabens noch am City-Pass-System teilnehmen?

Nein, dafür ist der Modellzeitraum zu kurz. Auch würde die Aussagekraft des Modellversuches, insbesondere der wissenschaftlichen Begleitung, dadurch erheblich leiden.

Kann ich vorzeitig aus dem Modellvorhaben aussteigen?

Ja, ein vorzeitiger Ausstieg aus dem Modellvorhaben ist möglich. Vor dem Hintergrund der Aussagekraft des Modells appellieren wir jedoch an die Unternehmen, bis zum Schluss daran teilzunehmen.

Muss mein Betrieb die ganze Zeit geöffnet sein?

Nein, das Modellvorhaben sieht nur einen Zeitrahmen vor. In dieser Zeit wird sichergestellt, dass an den Service-Stationen auch City-Pässe ausgegeben werden können.

Wie viele Kunden pro Quadratmeter dürfen in den Store?

Die Regelungen der Verordnung zur Personenbegrenzung (10 beziehungsweise 20 Quadratmeter pro Person) finden weiterhin Anwendung. Die Geschäfte müssen dies kontrollieren.

Ich möchte früher oder länger öffnen. Geht das?

Das ist leider nicht vorgesehen.

Müssen Gäste meine Außengastronomie genau um 20 Uhr verlassen?

Sie sollten die Speisen und Getränke so servieren, dass die Mahlzeit um 20 Uhr beendet ist.

Müssen sich die Unternehmen einen City-Pass vorlegen lassen?

Ja, es handelt sich im ersten Schritt um ein farblich leicht zu erkennendes Kontrollband, das am Handgelenk befestigt wird. Ein Tausch ist nicht möglich. Die Farbe wechselt täglich und die Bänder sind entsprechend der Innenstadtkapazität begrenzt verfügbar.

Für Bürgerinnen und Bürger

Wie bekomme ich als Bürgerin oder Bürger einen City-Pass?

Den City-Pass bekommen Sie an den Service-Stationen, die an den Eingängen zur Fußgängerzone eingerichtet werden. Diese befinden sich an den vier Hauptzugängen der Innen stadt: Schlossplatz, Julius-Mosen-Platz, Waffenplatz und Lappan.

Sie müssen einen negativen, tagesaktuellen Corona-Schnelltest und die funktionsfähige luca App auf Ihrem Smartphone vorlegen. Zudem müssen Sie nachweisen, dass Sie in Oldenburg oder in einer der direkt angrenzenden Gemeinden wohnen. Die direkt an Oldenburg angrenzenden Gemeinden sind Hude, Hatten, Wardenburg, Edewecht, Bad Zwischenahn, Wiefelstede, Rastede und Elsfleth.

Zu welchen Zeiten kann ich den City-Pass an den Service-Stationen erhalten?

Die Service-Stationen sind Montag bis Samstag von 9.30 bis 18.30 Uhr geöffnet.

Was kostet ein City-Pass?

Der City-Pass ist kostenlos.

Darf ich ohne City-Pass in die Fußgängerzone?

Ja, Sie können sich frei bewegen, aber keine Betriebe betreten, die an das City-Pass-System angeschlossen sind.

Darf ich ohne City-Pass in Lebensmittelgeschäfte?

Ja. Lebensmittelhandelsgeschäfte, Drogerien, Apotheken und die Verkaufsstellen, die in der Niedersächsischen Corona-Verordnung unter §10 bei den Ausnahmen aufgelistet sind, dürfen mit den bekannten Einschränkungen für den Kundenverkehr öffnen.

Ich will nur einen Kaffee trinken. Brauche ich dafür einen City-Pass?

Ja. Wenn Sie den Kaffee nicht to go, sondern im Café oder Restaurant  trinken möchten, ist ein City-Pass erforderlich.

Was kann ich vorbereiten?

Sie können auf Ihrem Smartphone die luca App » installieren und sich anmelden. Gut ist es auch, wenn Sie vor Ihrem Besuch der Innenstadt einen Schnelltest an den zahlreichen Teststationen im Stadtgebiet machen und so bereits mit einem negativen Testergebnis in die Stadt fahren.

Ich habe kein Smartphone. Kann ich teilnehmen?

Dann können Sie im Moment nicht an den Modellvorhaben teilnehmen, da die Verordnung des Landes zwingend eine elektronische Registrierung verlangt. Vielleicht wird es dazu kurzfristig noch Lösungen geben.

Was ist mit Kindern?

Kinder ab einem noch festzulegenden Alter benötigen auch einen eigenen City-Pass und damit ein eigenes Smartphone mit luca App.

Wie komme ich an ein negatives Test-Ergebnis? Wo kann ich den Test machen?

Eine Übersicht finden Sie auf unserer Internetseite zu den Testzentren »
Bitte nutzen Sie die Terminvereinbarung der Teststationen, um unnötige Wartezeiten zu vermeiden.

Was kostet der Test?

Die sogenannten Bürgertests sind kostenlos.

Müssen geimpfte Personen sich auch testen lassen und die App nutzen?

Ja.

Kann ich einen City-Pass reservieren?

Nein, eine Reservierung ist nicht möglich.

Ist der City-Pass zeitlich begrenzt?

Der City-Pass gilt für den Tag, an dem er ausgegeben wurde.

Muss ich den City-Pass nach Beendigung meiner Einkaufstour wieder abgeben?

Nein, Sie können das Armband am besten zuhause abnehmen und dann über den Restmüll entsorgen.

Wie viele City-Pässe werden jeden Tag ausgegeben?

Das wird noch festgelegt, sobald bekannt ist, wie viele Unternehmen sich an dem Modellvorhaben beteiligen werden.

Ich möchte die luca App nicht nutzen. Gibt es Alternativen?

Im aktuellen Modellvorhaben gibt es keine Alternative. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass weitere Apps nutzbar werden.

Ich wohne nicht in Oldenburg. Kann ich auch kommen?

Das Modellvorhaben richtet sich an Oldenburgerinnen und Oldenburger sowie zunächst an die Einwohnerinnen und Einwohner der angrenzenden Gemeinden. In der aktuellen Infektionslage ist es nicht verantwortbar, dass durch ein Modellvorhaben touristischer Verkehr ausgelöst wird. Die direkt an Oldenburg angrenzenden Gemeinden sind Hude, Hatten, Wardenburg, Edewecht, Bad Zwischenahn, Wiefelstede, Rastede und Elsfleth.