Kunstaktion zum Abriss des Stadtmuseums

Buchstabe „M“ aus Schriftzug an der Fassade verschwunden

In der Nacht vom 7. auf den 8. Dezember 2020 ist ein „M“ aus dem Schriftzug an der Fassade des Stadtmuseums verschwunden. Seit den 1970er Jahren ziert das Wort „Stadtmuseum“ die Neue Galerie des Museums. Es setzt sich aus messingfarbenen Buchstaben zusammen, die auf einer Höhe von circa sechs Metern in der Fassade verankert sind. Die Befestigung wurde in der Nacht zum Dienstag beim ersten „M“ des Wortes gelöst und der Buchstabe entfernt. Nun klafft eine unübersehbare Lücke im Schriftzug.

Museumsleiter Dr. Steffen Wiegmann erklärt dazu: „Der Schriftzug besitzt für uns eine historische Bedeutung und hat zudem in der Kombination mit der Fassade einen hohen Wiedererkennungswert. Er ist seit rund 50 Jahren unser Aushängeschild“, so Dr. Wiegmann.

Teil einer Kunstaktion

Die 1968 erbaute Neue Galerie wird im Zuge des Neubaus im Frühjahr 2021 abgerissen. „Auch wenn das Gebäude nicht stehen bleibt, möchten wir den Schriftzug erhalten“, erklärt Dr. Wiegmann. Fest steht: Vor dem Abriss wird er sachgerecht entfernt. In den Bauschutt kommen die schlichten aber eleganten Buchstaben nicht. Das Stadtmuseum wird sich daher in den kommenden Wochen auf die Suche nach dem „M“ begeben. Dabei bezieht das Museum die Öffentlichkeit mit ein und erhält zudem die Unterstützung von The Hidden Art Project. Das „verschwundene M“ ist Teil einer Kunstaktion, die den Abriss des Gebäudes begleitet.